Arabische TV-Sender in Deutschland: 3 Wege ohne Schüssel-Stress

Aktualisiert: Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit · Von DigiSuite (IPTV-Anbieter) · So arbeiten wir

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Arabischsprachige Familien in Deutschland möchten oft dieselben Nachrichten, Serien und Fußballspiele sehen wie Verwandte in Marokko, Ägypten, Syrien oder im Libanon. Besonders im Ramadan, wenn die großen Serien starten, ist die Nachfrage riesig. Es gibt mehrere Wege, arabisches Fernsehen in Deutschland zu empfangen. Dieser Ratgeber erklärt sie verständlich, mit allen Vor- und Nachteilen.

Arabisches Fernsehen in Deutschland: Satellit, Apps und IPTV

Weg 1: Satellit über Nilesat und Arabsat

Die meisten arabischen Sender werden über die Satelliten Nilesat (7° West) und Arabsat/Badr (26° Ost) ausgestrahlt. Viele Programme sind unverschlüsselt und damit kostenlos zu empfangen. In Deutschland brauchen Sie dafür eine Schüssel, die auf einen dieser Satelliten ausgerichtet ist. Je nach Region und Satellit ist sie größer als eine normale Astra-Schüssel.

  • Vorteile: Keine laufenden Kosten für frei empfangbare Sender, stabiles Bild ohne Internet.
  • Nachteile: Zusätzliche Schüssel, die viele Vermieter nicht erlauben. Mehrere Satelliten bedeuten mehrere Schüsseln oder eine Motoranlage.
  • Verschlüsselte Sender: Sportpakete aus der Region sind meist verschlüsselt und in Deutschland nicht regulär abonnierbar.

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Weg 2: Apps und Livestreams

Viele arabische Sender streamen ihr Programm im Internet. Große Plattformen wie Shahid von der MBC-Gruppe bieten Serien und Shows auf Abruf, teils auch international. Nachrichtensender stellen ihre Livestreams oft frei ins Netz.

  • Vorteile: Keine Schüssel, Serien auf Abruf, viele Inhalte kostenlos oder günstig.
  • Nachteile: Manche Livestreams und Sportrechte sind auf bestimmte Länder beschränkt. Jede Plattform hat ihre eigene App und ihr eigenes Abo.
  • Sprache der App: Viele Apps sind auf Arabisch und Englisch verfügbar, nicht immer auf Deutsch.

Weg 3: IPTV

Bei IPTV kommen viele Sender über das Internet gebündelt in einer App, mit Programmführer und Favoritenliste. Das ist praktisch für Haushalte ohne Schüssel oder für Familien, die Sender aus mehreren Ländern sehen wollen. Achten Sie auf einen seriösen Anbieter und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, welche arabischen Sender enthalten sind. Hilfe bei der Auswahl gibt der Ratgeber IPTV kaufen: 7 Fehler vermeiden, die rechtlichen Fragen erklärt Ist IPTV legal?.

Vergleich auf einen Blick

SatellitAppsIPTV
Laufende KostenKeine (frei empfangbar)Kostenlos bis AboAbo oder Einmalzahlung
Schüssel nötigJa, oft mehrereNeinNein
Sender aus mehreren LändernJe nach SatellitPro AppIn einer App
ProgrammführerÜber ReceiverPro AppJa
Internet nötigNeinJaJa

Ramadan: Wenn alle gleichzeitig schauen

Der Ramadan 2027 beginnt voraussichtlich Anfang Februar. In dieser Zeit starten die großen arabischen Serien, und nach dem Iftar schauen sehr viele Familien gleichzeitig. Für Streams ist das die anspruchsvollste Zeit des Jahres. So bereiten Sie sich vor:

  • Vorher testen: Prüfen Sie einige Wochen vor Ramadan, ob Ihre Lieblingssender stabil laufen.
  • Kabel statt WLAN: Verbinden Sie den Fernseher per LAN-Kabel, siehe Router und WLAN einstellen.
  • Mehrere Geräte: Wenn verschiedene Familienmitglieder verschiedene Serien sehen, brauchen Sie mehrere gleichzeitige Verbindungen, siehe IPTV auf mehreren Geräten.
  • Serien auf Abruf: Wer eine Folge verpasst, schaut sie später in der Mediathek oder App.

Fußball aus der arabischen Welt

Viele Fans verfolgen die Ligen in Marokko, Ägypten oder Saudi-Arabien und die Spiele der Nationalmannschaften. Die Rechte daran liegen meist bei regionalen Sportsendern, die in Deutschland nicht regulär buchbar sind. Prüfen Sie vor großen Turnieren, welcher Anbieter in Deutschland überträgt. Allgemeine Tipps für Livesport finden Sie im Ratgeber IPTV Fußball.

Technik und Bedienung

  • Bandbreite: Etwa 8 bis 10 Mbit/s pro HD-Stream.
  • Gerät: Fire TV Stick, Android-Box oder Smart TV. Anleitungen: Fire TV Stick, Smart TV.
  • Sprache und Untertitel: Viele Player-Apps unterstützen arabische Schrift. Tonspuren und Untertitel stellen Sie im Menü um, siehe Sprachen und Untertitel.
  • Für ältere Familienmitglieder: Eine Favoritenliste mit den wichtigsten Sendern macht die Bedienung einfach. Mehr dazu unter IPTV für Senioren.

Arabische, deutsche und weitere Sender zusammen

In vielen Haushalten schauen die Kinder deutsche Programme und die Eltern arabische. Eine Lösung mit beiden Sprachen in einer App erspart das Umschalten zwischen Receiver und Fernseher. Einen Überblick über weitere Sprachen gibt der Ratgeber internationale Sender in Deutschland, für türkische Programme gibt es einen eigenen Ratgeber: Türkisches Fernsehen in Deutschland.

Häufige Fehler beim Wechsel

Viele Familien bauen die alte Satellitenanlage ab, bevor sie die neue Lösung im Alltag getestet haben. Testen Sie die Internet-Variante zuerst einige Tage parallel, besonders am Abend, wenn die meisten Serien laufen. Schreiben Sie außerdem eine Liste der Sender, die wirklich wichtig sind, zum Beispiel Nachrichten aus dem Herkunftsland, eine Serienplattform und einen Kinderkanal, und prüfen Sie jeden einzeln.

Checkliste vor dem Start

  • ✓ Ich weiß, ob ich eine zusätzliche Schüssel aufstellen darf.
  • ✓ Ich habe geprüft, welche Apps aus Deutschland funktionieren.
  • ✓ Bei IPTV ist mir bestätigt, welche arabischen Sender enthalten sind.
  • ✓ Ich teste vor Ramadan, ob alles stabil läuft.

Häufige Fragen

Über welchen Satelliten empfange ich arabische Sender?

Vor allem über Nilesat (7° West) und Arabsat/Badr (26° Ost). Viele Sender sind dort unverschlüsselt.

Kann ich arabische Sender in Deutschland kostenlos sehen?

Ja, auf zwei Wegen. Viele Sender auf Nilesat und Arabsat sind unverschlüsselt und mit eigener Schüssel kostenlos zu empfangen. Außerdem stellen vor allem Nachrichtensender ihre Livestreams frei ins Netz. Vorsicht bei kostenlosen IPTV-Listen aus dem Internet: Sie fallen oft aus, und ob die Sender dort mit Erlaubnis verbreitet werden, ist kaum nachvollziehbar. Mehr dazu unter kostenloses IPTV.

Kann ich Ramadan-Serien in Deutschland sehen?

Ja, über Satellit, über Apps wie Shahid oder per IPTV. Testen Sie die Technik einige Wochen vor Ramadan.

Warum sind manche Livestreams in Deutschland gesperrt?

Weil die Sender die Rechte an bestimmten Inhalten nur für ihre Region haben.

Wie viel Internet brauche ich?

Etwa 8 bis 10 Mbit/s pro HD-Stream. Bei mehreren Geräten entsprechend mehr.

Welche deutschen Sender in einer guten Liste stehen, zeigt der Sender-Check.

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